Start für Save- me Hamburg!
Die Zahl der Asylantragstellungen in Deutschland geht immer weiter zurück. Die Zahl derjenigen, die auf ihrem Weg aus Verfolgung, Krieg, Chaos und Perspektivlosigkeit an Europas Außengrenzen stranden und derjenigen, die in den Herkunftsregionen in Flüchtlingslagern unter verheerenden Umständen und ohne jede Perspektive ihr Leben fristen, steigt ständig.
Es wird höchste Zeit, dass sich Deutschland – in vielen Krisenherden der Welt militärisch, politisch und wirtschaftlich präsent – zu seiner Verantwortung für internationalen Flüchtlingsschutz aktiv bekennt.
Hamburg hat 2009 bei der Aufnahme der Irak-Flüchtlinge weniger Menschen willkommen geheißen als eigentlich vorgesehen. Das kann nicht so bleiben.
Neben die wichtige Säule der direkten Flüchtlingsaufnahme muss ein neues Instrument der internationalen Verantwortung hinzukommen. Wir sagen Ja zu einem Resettlement-Programm, einem Aufnahme-Programm und Ansiedlungsprogramm für Flüchtlinge.
Auch Hamburg macht mit!
Wir rufen auf, die „save me-Kampagne“ zu unterstützen und bis zum Tag des Flüchtlings am 21.Juni 2010 möglichst viele Verbände und Einzelpersonen für ein Resettlement, ein Neuansiedlungsprogramm für Flüchtlinge zu gewinnen.
Im europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung und im Jahr der Verantwortung für Migration der europäischen Kirchen 2010 rufen wir auf, die Resettlement-Kampagne mit zu unterstützen und für eine Willkommenskultur zu sorgen.
Hamburg hat 2010 den Vorsitz für die Innenminister-Konferenz. Es ist an der Zeit südeuropäische Länder nicht mit der Flüchtlingsaufnahme allein zu lassen und dem UN-Flüchtlingswerk, dem UNHCR, Resettlementplätze mit zur Verfügung zu stellen.
Wir setzen uns für die jährliche Aufnahme von Flüchtlingen im Rahmen eines Resettlement-Programmes ergänzend zum Asylverfahren ein und setzen uns außerdem zum Ziel, für die Unterstützung einer aktiven Flüchtlingsaufnahme auch Menschen und Entscheidungsträger in unserer Stadt Hamburg zu gewinnen. Hier werden die Flüchtlinge leben und hier muss die Solidarität praktisch werden.
Dabei werden wir die nicht vergessen, die jetzt schon über Jahre unter uns in schwierigen Verhältnissen leben und endlich in unserer Mitte, in unserer Stadt ankommen wollen.
Hamburg sagt ja zu „save-me“.
Arbeitsgemeinschaft "Save-me Hamburg"

